Gehmacher, Ernst, Fuchs, Anneliese, Wege zum Glück

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Beschreibung

Das letzte Werk des bekannten Sozialwissenschaftlers, der in den ersten Tagen des Jahres 2021 im Alter von fast 95 Jahren zu Höherer Arbeit abberufen wurde: „Durch das Streben nach Geld geht das soziale Glück verloren“, meint Ernst Gehmacher. Gerade in reichen Ländern, die Vergnügen hauptsächlich im Konsum finden, gingen die „inneren Quellen des Glücks verloren“, so der Autor. Es sei ein Tanz ums goldene Kalb. Doch die neuen Götzen, die uns von Werbung und dem gerade angesagtem Lifestyle diktiert werden, stehen auf tönernen Füßen. Das hat nicht zuletzt die Weltfinanzkrise 2008 gezeigt. Dennoch ist es schwierig, Glück zu kategorisieren, denn „dafür haben wir noch keine Maßstäbe entwickelt“, meint der Sozialwissenschaftler. Um das Glück dennoch beschreiben zu können, nennt Gehmacher drei Bereiche: „Erstens geht es um Leidvermeidung, zum Beispiel in der Medizin oder bei der Krankenpflege- und betreuung. Dabei sind wir schon ziemlich gut. Des Weiteren steht die Befriedigung unserer Bedürfnisse im Mittelpunkt. Wir sind soziale Wesen, wissen aber vielfach nicht mehr, was Liebe ist. Und drittens brauchen Menschen noch eine innere Entfaltung und Sinnfindung. Das kann sowohl im sozialen, politischen, als auch religiösen Kontext geschehen“, erklärt Gehmacher. Große Revolutionen sind dabei allerdings nicht zu erwarten. „Glücklichsein kann nicht verordnet werden“, ist der Soziologe überzeugt. Er glaubt nicht an die Diktatur des Glücks, sondern an die Kraft kleiner Gruppen. „Hier gibt es noch ein großes Entwicklungspotential. Es gibt substantielle Minderheiten, die das Glück richtig verfolgen.“ 184 S., brosch.